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<title>Huf</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Huf</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der <b>Huf</b> (<span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Latein" title="Latein">lateinisch</a></span> <span lang="la-Latn" style="font-style:italic">Ungula</span>) ist ein <a href="Hornsubstanz" title="Hornsubstanz">Horngebilde</a>, das bei <a href="Unpaarhufer" title="Unpaarhufer">Unpaarhufern</a> das Zehenendglied umschließt. Die Bezeichnung wird üblicherweise für das <a href="Zehenendorgan" title="Zehenendorgan">Zehenendorgan</a> der <a href="Pferde" title="Pferde">Pferde</a>, <a href="Wildesel" title="Wildesel">Esel</a> und <a href="Zebras" title="Zebras">Zebras</a> verwendet; bei <a href="Paarhufer" title="Paarhufer">Paarhufern</a> spricht man von <a href="Klaue_(Paarhufer)" title="Klaue (Paarhufer)">Klauen</a>. Anatomisch entspricht der Huf dem menschlichen <a href="Fingernagel" class="mw-redirect" title="Fingernagel">Fingernagel</a>. Der Huf ist eine modifizierte äußere <a href="Haut" title="Haut">Haut</a>, bei der die <a href="Subkutis" title="Subkutis">Unterhaut</a> außer im Bereich der Polster fehlt und die <a href="Epidermis_(Wirbeltiere)" title="Epidermis (Wirbeltiere)">Epidermis</a> stark <a href="Verhornung" title="Verhornung">verhornt</a> ist.
</p><p>Der Huf des Pferdes ist von zentraler Bedeutung für seine Gesundheit. Er muss das Gewicht des Pferdes tragen sowie die Stoßwirkung jedes Schrittes und Sprungs abfedern, um bleibende Schäden an den Gelenken zu verhindern. Weiterhin verstärkt er die Durchblutung des Zehenendorgans bei Belastung. Im Wesentlichen besteht der Huf aus dem vorderen relativ starren Teil, das einen festen Stand gewährleistet, und dem hinteren flexibleren Teil, das vor allem für die Stoßbrechung zuständig ist.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Aufbau">Aufbau</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Skelett">Skelett</h3></div>


<p>Zum Skelett des vom Huf umgebenen Zehenendes zählt man das <a href="Hufbein" title="Hufbein">Hufbein</a> (<i>Os ungulare</i>), das <a href="Strahlbein" title="Strahlbein">Strahlbein</a> (<i>Os sesamoideum distale</i>) und den unteren Bereich des <a href="Kronbein" title="Kronbein">Kronbeins</a> (<i>Os coronale</i>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Polster_(Unterhaut)"><span id="Polster_.28Unterhaut.29"></span>Polster (Unterhaut)</h3></div>
<p>Eine Unterhaut (<i><a href="Subkutis" title="Subkutis">Subkutis</a></i>) ist an den meisten Stellen nicht ausgebildet bzw. mit der Knochenhaut (<a href="Periost" class="mw-redirect" title="Periost">Periost</a>) identisch. Nur an einigen Stellen ist sie zu Polstern (Kissen) verdickt. Sie bestehen aus weichem derbfaserigem <a href="Bindegewebe" title="Bindegewebe">Bindegewebe</a>.
</p>
<ul><li>Das <b>Strahlpolster</b> oder <b>-kissen</b> liegt zwischen den beiden Hufknorpeln, mit denen es durch seitliche Verwachsungen verbunden ist. Der Strahl füllt die Ballengrube aus und bewirkt beim Auffußen des Pferdes, dass die Hufknorpel nach oben wandern und dadurch den <a class="mw-selflink-fragment" href="#Hufmechanismus">Hufmechanismus</a> in Gang bringen.</li>
<li>Das <b>Kronpolster</b> befindet sich unter der Lederhaut im Bereich des Kronrands.</li>
<li>Das <b>Ballenpolster</b> schließt sich nach hinten-oben an das Strahlpolster an und federt den Ballen ab.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lederhaut">Lederhaut</h3></div>

<p>Die Huflederhaut sorgt einerseits für die Verbindung zum Hufbein und damit der festen Anbindung der Hufkapsel an das Skelett und andererseits für das Wachstum des die Hufkapsel bildenden Hufhorns. Da das Hufhorn an verschiedenen Stellen des Hufes unterschiedliche Funktion ausübt, und daher auch unterschiedliche Strukturen aufweist, unterscheidet man die folgenden sechs Arten der Lederhaut.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Saumlederhaut,_Corium_limbi"><span id="Saumlederhaut.2C_Corium_limbi"></span>Saumlederhaut, <i>Corium limbi</i></h4></div>
<p>Die Saumlederhaut ist der Übergang der <i>normalen</i> Haut des Pferdebeins in die Kronlederhaut. Sie ist lediglich etwa fünf Millimeter breit und die dazugehörige <a href="Epidermis_(Wirbeltiere)" title="Epidermis (Wirbeltiere)">Epidermis</a> bildet das relativ weiche Horn des Saumbandes – das ist der obere schmale Rand der Hufkapsel – das etwas enger ist als die daran anschließende Hufwand. Hier wird die äußerste Schicht der Hufkapsel, die Glasurschicht, gebildet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Kronlederhaut,_Corium_coronae"><span id="Kronlederhaut.2C_Corium_coronae"></span>Kronlederhaut, <i>Corium coronae</i></h4></div>
<p>Die Kronlederhaut liegt als ringförmiger Wulst unterhalb des Saumbandes und trägt einige Millimeter lange Zotten. Die zugehörige Epidermis bildet das Horn der Hufwand – das ist der den Huf seitlich umgebende Bereich des Hufhorns. Das Hufhorn wird dabei, vergleichbar mit dem menschlichen Fingernagel, kontinuierlich gebildet und nach unten geschoben, um abgeriebenes Hufhorn zu ersetzen. Die Wachstumsrate beträgt etwa acht bis zehn Millimeter pro Monat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Wandlederhaut,_Corium_parietis"><span id="Wandlederhaut.2C_Corium_parietis"></span>Wandlederhaut, <i>Corium parietis</i></h4></div>
<p>Die Wandlederhaut setzt die Kronlederhaut nach unten hin fort und stellt den flächenmäßig größten Teil der gesamten Lederhaut dar. Sie hat pro Huf eine Fläche von etwa einem Quadratmeter und stellt durch ihre Blättchenstruktur den festen Halt der Hufwand am Huf sicher. Wie ein Klettverschluss bildet sie eine verschiebliche Verbindung, die trotzdem exzellenten Halt gewährleistet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Sohlenlederhaut,_Corium_soleare"><span id="Sohlenlederhaut.2C_Corium_soleare"></span>Sohlenlederhaut, <i>Corium soleare</i></h4></div>
<p>Die Sohlenlederhaut trägt wiederum kurze Zotten und bedeckt den unteren Teil des Hufbeins und sorgt für das Wachstum des harten Teils des Sohlenhorns.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Strahllederhaut,_Corium_cunei"><span id="Strahllederhaut.2C_Corium_cunei"></span>Strahllederhaut, <i>Corium cunei</i></h4></div>
<p>Die Strahllederhaut ist schließlich für die Produktion des elastischen Strahlhorns zuständig und umschließt auch das Strahlpolster.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ballenlederhaut,_Corium_tori"><span id="Ballenlederhaut.2C_Corium_tori"></span>Ballenlederhaut, <i>Corium tori</i></h4></div>
<p>Die Ballenlederhaut bildet die Grundlage des Ballens, dessen Horn weich und elastisch ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hufkapsel">Hufkapsel</h3></div>

<p>Die Hufkapsel besteht aus der <i>Hufwand</i>, die den Huf seitlich umfasst, der <i>Hufsohle</i> (<i>Solea cornea</i>), dem harten Teil der Sohle, die ihn zum Boden hin abschließt und dem <i>Hufstrahl</i> (<i>Cuneus ungulae</i>), dem weichen Teil der Sohle. Der Strahl besteht aus den zwei Strahlschenkeln (<i>Crus cunei laterale</i> und <i>mediale</i>), die sich nach vorn in die Strahlspitze (<i>Apex cunei</i>) vereinigen. Zwischen den beiden Strahlschenkeln befindet sich die mittlere Strahlfurche (<i>Sulcus cunealis centralis</i>), jeweils seitlich der Strahlfurchen die seitliche Strahlfurche (<i>Sulcus paracunealis lateralis</i>). Die mittlere Strahlfurche entspricht dem Hahnenkamm (<i>Spina cunei</i>) auf der Innenseite der Hufkapsel. Der bodenseitige Rand der Hufwand, der sogenannte <i>Tragrand</i>, und die Hufsohle werden durch die <i>weiße Linie</i> (<a href="Zona_alba" title="Zona alba">Zona alba</a>) getrennt, die dem <a href="Hufschmied" title="Hufschmied">Hufschmied</a> auch anzeigt, wo er Nägel einschlagen kann, ohne die empfindliche Lederhaut zu verletzen. Der Tragrand biegt sich beidseits in der <i>Eckstrebe</i> (<i>Pars inflexa lateralis</i> und <i>medialis</i>) auf die Sohlenfläche des Hufes um und verschmilzt dann mit dieser. Der obere Rand der Hufkapsel ist der <i>Kronrand</i>, der über das schmale <i>Saumsegment</i> in die normale behaarte Haut übergeht. Im Bereich der Krone ist die Innenseite der Hufkapsel konkav, was als <i>Sulcus coronalis</i> (Kronrinne) bezeichnet wird.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Hufwand wird in drei Bereiche von vorne nach hinten unterschieden. Der vordere Bereich heißt Zehe, der mittlere rechts und links heißt Seitenwand und der hintere Bereich heißt <i>Trachte</i>.
</p><p>Der Hauptteil der Hufkapsel wird im Bereich der Krone gebildet. Die äußerste dünne Schicht, Glasurschicht (<i>Stratum externum parietis</i>) genannt, besteht aus Röhrchen- und Zwischenhörnchenhorn des Saumsegments, und geht etwa auf halbem Weg zur Sohle durch Austrocknung und <a href="Abschilferung" class="mw-redirect" title="Abschilferung">Abschilferung</a> verloren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Hufrolle">Hufrolle</h3></div>
<p>Als Hufrolle werden das <a href="Strahlbein" title="Strahlbein">Strahlbein</a> bzw. dessen untere Gelenksfläche, die <a href="Beugesehne#Tiefe_Beugesehne" title="Beugesehne">tiefe Beugesehne</a> und der Hufrollen<a href="Schleimbeutel" title="Schleimbeutel">schleimbeutel</a> (<i>Bursa podotrochlearis</i>) bezeichnet. Insbesondere beim Abrollen des Hufes treten hier sehr starke Belastungen auf. Erkrankungen sind häufig und kommen fast nur an den Vordergliedmaßen vor.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hufmechanismus">Hufmechanismus</h2></div>
<p>Unter dem Hufmechanismus versteht man die elastische Reaktion des Hufes auf Belastung. Entgegen dem ersten Eindruck, den man von einem Pferdehuf hat, ist dieser keineswegs starr, sondern reagiert flexibel auf Belastung. Beim Aufsetzen des Hufes wird der vordere Kronbeinrand nach hinten unten gezogen und die Ballen werden auseinander gedrückt, so dass auch der Strahl Kontakt zum Boden bekommt und dadurch an die in der Lederhaut liegenden Nervenenden Informationen über die Bodenbeschaffenheit weitergeben kann. Durch das Zusammenziehen der Ballen bei Entlastung wird ein Effekt wie bei einer Saugpumpe ausgelöst, der die gute Durchblutung des Hufes gewährleistet und bei hoher Belastung einen entscheidenden Anteil an der Gesamtdurchblutung der Beine hat. Daher wird bei den Hufen auch von den vier zusätzlichen Herzen des Pferdes gesprochen. Durch den Hufmechanismus kommt es auf der Tragefläche der <a href="Hufeisen" title="Hufeisen">Hufeisenschenkel</a> zu Materialabrieb in Form von Scheuerinnen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fohlenhuf">Fohlenhuf</h2></div>
<p>Um die Stute im Leib nicht mit harten Hufen zu verletzen, haben Fohlen eine weiche Schutzhaut über der Hufsohle, die erst in den ersten Tagen nach der Geburt aushärtet und dann mit der Zeit abgelaufen wird. Da der Huf beim Fohlen auch wesentlich schmaler ist, als er das nachher beim erwachsenen Pferd sein wird, und der Huf in der Breite nicht mitwachsen, sondern lediglich nach unten herauswachsen kann, kann man an Hufen von Jungtieren auch immer Ränder sehen, unterhalb derer die Hufe schmaler sind, da wieder ein <a href="Wachstumsschub" title="Wachstumsschub">Wachstumsschub</a> eingesetzt hat, und die Kronlederhaut dadurch erweitert wurde.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Hufpflege_und_-schutz">Hufpflege und -schutz</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Hufbeschlag" title="Hufbeschlag">Hufbeschlag</a> und <a href="Huforthop%C3%A4die" title="Huforthopädie">Huforthopädie</a></i></div>

<p>Vor und nach der Arbeit werden bei der <a href="Pferdepflege#Hufe" title="Pferdepflege">Pferdepflege</a> die Hufe ausgekratzt. Um Entzündungen und Druckstellen zu vermeiden, wird der Huf dabei regelmäßig auf Fremdkörper, wie zum Beispiel eingetretene Steine, und auf seinen allgemeinen Zustand überprüft. Für die Gesundheit des Hufes ist eine gesunde Ernährung und eine saubere Box von hoher Bedeutung. Zu viel <a href="Ammoniak" title="Ammoniak">Ammoniak</a> durch <a href="Urin" title="Urin">Urin</a> in der Einstreu, Nässe und Schmutz führen häufig zu <a href="Strahlf%C3%A4ule" title="Strahlfäule">Strahlfäule</a>.
</p><p>Wird das Pferd als Arbeitstier eingesetzt, so kann das zu einem erhöhten Hufabrieb führen, der durch das natürliche Nachwachsen nicht mehr kompensiert werden kann. Dann muss der Huf mit einem <a href="Hufeisen" title="Hufeisen">Hufeisen</a>, Kunststoffbeschlag oder <a href="Hufschuh" title="Hufschuh">Hufschuh</a> geschützt werden. Heutzutage wird das typische Freizeitpferd allerdings meist so wenig belastet, dass ein künstlicher Hufschutz in der Regel nicht notwendig ist.
</p><p>Beim beschlagenen Pferd scheuern die Trachten durch den Hufmechanismus auf dem Eisen und nutzen sich dadurch ab, wohingegen die Zehe fixiert ist und sich nicht abnutzt. Das führt zu einer Fehlstellung, die periodisch korrigiert werden muss. Ein beschlagenes Pferd muss deshalb alle 4 bis 8 Wochen zum Hufschmied. Aber auch bei einem unbeschlagenen Pferd muss die Hufstellung periodisch kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Huferkrankungen">Huferkrankungen</h2></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Huferkrankungen" title="Huferkrankungen">Huferkrankungen</a></i></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verletzungen_durch_Hufschlag">Verletzungen durch Hufschlag</h2></div>
<p>Huftiere können andere Tiere und Menschen durch einen Schlag mit dem Huf verletzen. Abhängig von Faktoren wie der Größe des schlagenden Tiers und dem Ort, an dem das Opfer getroffen wird, können Hufschläge schwere Verletzungen verursachen. Hufschläge werden allgemeinsprachlich auch als „Huftritte“ oder „Pferdetritte“ bezeichnet.<sup id="cite_ref-propferd.at_2018_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-propferd.at_2018-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Fachsprachlich wird jedoch gelegentlich zwischen Hufschlag und Huftritt unterschieden.<sup id="cite_ref-Unfälle_beim_Pferdesport_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Unfälle_beim_Pferdesport-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Gefährdet sind unter anderem <a href="Hufschmied" title="Hufschmied">Hufschmiede</a>,<sup id="cite_ref-propferd.at_2018_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-propferd.at_2018-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Pferdehaltung" title="Pferdehaltung">Pferdehalter</a><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und <a href="Reiten" title="Reiten">Reiter</a>.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Veröffentlichung aus dem Jahr 1994 wertete Verletzungen aus, die bei 765 Pferdesport-Unfällen im Zeitraum 1975 bis 1990 entstanden waren und in der Chirurgischen Universitätsklinik <a href="Homburg" title="Homburg">Homburg</a> behandelt worden waren. Die fünf häufigsten Ursachen waren in dieser Statistik Sturz vom Pferd (49,7&nbsp;%), Hufschlag (15,8&nbsp;%), Sturz mit dem Pferd (11,8&nbsp;%), Pferdetritt (5,2&nbsp;%) und Pferdebiss (5,2&nbsp;%). Infolge von Hufschlägen kam es vor allem zu Verletzungen an den Beinen, aber fast ebenso oft zu Kopfverletzungen.<sup id="cite_ref-Unfälle_beim_Pferdesport_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Unfälle_beim_Pferdesport-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zu den bekannteren Personen, die durch Hufschlag verletzt wurden, zählen <a href="Johann_Schroth" title="Johann Schroth">Johann Schroth</a> (1798–1856), der die <a href="Schrothkur" title="Schrothkur">Schrothkur</a> erfand, und der Kirchenhistoriker <a href="Wilhelm_K%C3%BChnert" title="Wilhelm Kühnert">Wilhelm Kühnert</a> (1900–1980). Der äthiopische Kaiser <a href="David_I._(%C3%84thiopien)" title="David I. (Äthiopien)">David&nbsp;I.</a> wurde im Jahr 1413 durch einen Hufschlag tödlich verletzt. Ein weiteres Todesopfer ist der Schweizer Musiker <a href="Fr%C3%A4nzli_Waser" title="Fränzli Waser">Fränzli Waser</a> (1858–1895). Der Statistiker <a href="Ladislaus_von_Bortkewitsch" title="Ladislaus von Bortkewitsch">Ladislaus von Bortkewitsch</a> untersuchte über einen Zeitraum von 20 Jahren die Anzahl der durch Hufschlag verursachten Todesfälle in der preußischen Armee. Dabei fand er eine statistische Regelmäßigkeit, über die er 1898 in seiner Publikation <i><a href="Zwei-Drittel-Gesetz" title="Zwei-Drittel-Gesetz">Das Gesetz der kleinen Zahlen</a></i> berichtete.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Hufschläge von <a href="Elch" title="Elch">Elchen</a> gelten bei Elchjägern als besonders gefährlich – nicht nur wegen des Gewichts der Tiere und der Kraft ihrer Tritte, sondern auch wegen der scharfen Vorderkanten an ihren Hufen.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Hooves?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Hooves</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Huf" class="extiw external" title="wikt:Huf">Wiktionary: Huf</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Salomon/Geyer/Gille (Hrsg.): <i>Anatomie für die Tiermedizin</i>. Enke Stuttgart. 3. erw. Auflage 2015, ISBN 978-3-8304-1288-5, S. 664</span>
</li>
<li id="cite_note-propferd.at_2018-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-propferd.at_2018_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-propferd.at_2018_2-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.propferd.at/main.asp?VID=1&amp;kat1=87&amp;kat2=644&amp;NID=6660&amp;scsqs=1"><i>Hufschmied durch Pferdetritt schwer verletzt</i></a> propferd.at, 6. April 2018.</span>
</li>
<li id="cite_note-Unfälle_beim_Pferdesport-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Unfälle_beim_Pferdesport_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Unfälle_beim_Pferdesport_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Gerfried Giebel, Karsten Braun, Wolfram Mittelmeier: <i>Unfälle beim Pferdesport. Unfallhergang, Verletzungen und Prävention.</i> Springer-Verlag, Heidelberg 1994. Siehe <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.bisp-surf.de/Record/PU199511103537">Abstract</a> auf der Website des <a href="Bundesinstitut_f%C3%BCr_Sportwissenschaft" title="Bundesinstitut für Sportwissenschaft">Bundesinstituts für Sportwissenschaft</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.schwaebische.de/regional/bodensee/stetten/pferd-tritt-frau-mit-hufen-ins-gesicht-304419"><i>Schwere Verletzungen: Pferd tritt Frau mit Hufen ins Gesicht</i></a> schwaebische.de, 28. Februar 2019.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.suedkurier.de/region/schwarzwald/kreis-rottweil/Erschrecktes-Pferd-toetet-Reiter-mit-Hufschlag;art372505,8721754"><i>Erschrecktes Pferd tötet Reiter mit Hufschlag</i></a> suedkurier.de, 22. Mai 2016.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">J. J. O’Connor, E. F. Robertson: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://mathshistory.st-andrews.ac.uk/Biographies/Bortkiewicz/"><i>Ladislaus Josephowitsch Bortkiewicz</i></a> MacTutor, School of Mathematics and Statistics, <a href="University_of_St_Andrews" title="University of St Andrews">University of St Andrews</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Valerius_Geist" title="Valerius Geist">Valerius Geist</a>: <i>Deer of the World. Their Evolution, Behaviour, and Ecology.</i> Stackpole Books, Mechanisburg, PA, 1998, ISBN 0-8117-0496-3, S. 223.</span>
</li>
</ol>
<div class="hintergrundfarbe1 rahmenfarbe1 navigation-not-searchable normdaten-typ-s" style="border-style: solid; border-width: 1px; clear: left; margin-bottom:1em; margin-top:1em; padding: 0.25em; overflow: hidden; word-break: break-word; word-wrap: break-word;" id="normdaten">
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<div>
Normdaten&nbsp;(Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4026103-7">4026103-7</a></span> </div>
</div></div></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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